In der letzten Woche haben wir unsere Änderungswünsche für den Bebauungsplan Hanfteichweg diskutiert.

 

Dominik Tetenborg ( Ratsmitglied ) machte als erstes den Vorschlag, eine Bushaltestelle an der Zufahrt zum Baugebiet ( Westladbergener Straße ) zu errichten. Er erwartet, dass zukünftig der öffentliche Nahverkehr immer wichtiger wird.

 

In diesem Zusammenhang untermauerte Felix Wannigmann ( stellvertretender Bürgermeister ) seine Aussage, dass insgesamt 4 Mehrfamilienhäuser errichtet werden sollen. Davon soll eins, für den sozialen Wohnungsbau sein, die anderen drei sollen für junge Familien, Singles und Senioren ( altengerecht ) aufgeteilt werden. Ziel muss es sein, aufgrund der hohen Nachfrage, möglichst vielen Menschen eine Wohngelegenheit in Saerbeck zu geben. Dabei zeichnet sich ab, dass die Nachfrage eher zu kleineren Wohnungen geht und wir in Saerbeck dies aktuell nicht bedienen können.

Drei Mehrfamilienhäuser sollen an der Westladbergener Strasse stehen und ein Mehrfamilienhaus am geplanten Spielplatz.

 

Die eingezeichneten Reihenhäuser sollen, wenn eine Einzelvermarktung nicht möglich ist, durch einen ortsansässigen Investor vermarktet werden, damit die Gewerbesteuer im Ort bleibt.

 

Für die Gestaltung der Dachflächen der Einfamilienhäuser, machte sich Hendrik Tetenborg ( stellvertretender Fraktionsvorsitzender ) stark. So soll diese gleich zur Gestaltung der Mehrfamilienhäuser sein. Dieses bedeutet, neben Satteldächern sind auch Flachdächer mit 0 bis 5 Grad zulässig. Das erlaubt ein besseres Verhältnis von Raumvolumen zur Außenfläche, senkt die Kosten und ist zeitgemäß. Zusätzlich lassen sich Solarmodule optimal ausrichten.

 

Thomas Simek ( Bauausschuss ) stellte die Möglichkeit vor, die Zufahrt zur Niehoffs Blaike vorerst mit einem Poller für den Autoverkehr zu trennen. Zusätzlich soll eine Aufpflasterung errichtet werden. Wenn das Baugebiet komplett erschlossen ist, soll durch Verkehrszählung geprüft werden, ob eine Freigabe für den Autoverkehr möglich ist. Beispiel soll der Vorgang Tuchmacherstrassse / Korbflechterstrasse sein.

 

Die Straßenbreite ist ausreichend und soll nicht weiter verbreitet werden, darin waren sich alle einig. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass die Geschwindigkeit analog zur Breite zunimmt, so dass die Anwohner im Nachgang Aufpflasterungen / Verengungen einfordern, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge wieder zu senken. Zudem wird durch breitere Straßen wertvolle Wohn- und Grundstücksfläche aufgezehrt.

 

Bernd Schweighöfer ( Bauausschuss ) wies darauf hin, dass die 50% Grünanpflanzungen in den Vorgärten ein erster Schritt sind, Lebensraum und Vielfalt für Pflanzen und Tiere in Wohngebieten zu schaffen. Gleichzeitig spiegelt die Vorschrift unseren gestellten Antrag hierzu wieder.

 

 

Heike Hoppe ( Ausschussvorsitzende ) stellte eine Idee für zukünftige Baugebiete vor.

Das Konzept für altengerechtes Wohnen in Wohngemeinschaften, lässt sich aber jetzt nicht kurzfristig berücksichtigen. Daher soll es für zukünftige Bebauungspläne mit eingeplant werden.

 

Alle Punkte wurden danach der Verwaltung für den neuen Planungsentwurf mitgeteilt.